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Die Region Tasman befindet sich im äußersten Nordwesten der neuseeländischen Südinsel. Der Name der Region ist auf Abel Tasman zurückzuführen, der erste Europäer der die Golden Bay und somit Neuseeland 1642 erreichte.
Diese landschaftlich sehr vielfältige Region gehört zu den dünner besiedelten Gegenden Neuseelands. Dies teilweise bedingt durch die Tatsache, dass 58% der Gesamtfläche von Nationalparks eingenommen wird: Nelson Lakes Nationalpark, der Abel Tasman Nationalpark und der Kahurangi-Nationalpark.
Unsere Region bietet eine grosse Auswahl an landschaftlichen Höhepunkten. Gebirgige Gebiete im Süden, fruchtbare Ebenen im Zentrum sowie die Küstengegenden der Tasman Bay, Golden Bay sowie der legendäre Farwell Spit locken jährlich viele Touristen an. Das Landesinnern wird von zahlreichen Flüssen durchzogen: Buller-, Motueka-, Aorere-, Takaka- und Wairoafluss. Die Region Tasman wird in den nördlichen Gegenden natürlich begrenzt durch die Tasmansee, die Golden Bay und die Tasman Bay. Im Süden schließlich bilden verschiedene Gebirge die Grenze zu den angrenzenden Regionen West Coast, Canterbury und Marlborough. Die Victoria Ranges welche die natürliche Grenze zu den Regionen Canterbury und West Coast bilden, beheimaten den höchsten Berg der Tasman Region, den 1875 Meter hohen Mount Owen.
Die äusserst vielfältige Landschaft der Region bietet einzigarte Tracks für Wanderungen im Abel Tasman Nationalpark, Nelson Lakes Nationalpark, und dem Kahurangi-Nationalpark.
Ein Magnet für jeden Neuseeland Reisenden ist der Farewell Spit, eine über 40 Kilometer lange Nehrung an der nordwestlichsten Spitze der Insel.
Nach Überlieferungen der Māori erreichte das erste Waka mit dem Namen Uruao die Gegend der heutigen Region Tasman bereits im 12. Jahrhundert. Archäologische Funde belegen, dass die Ureinwohner Neuseelands die ganze Region erkundeten, aber vornehmlich an der Küste siedelten, wo sie reichlich Nahrung fanden. Aus dem häufigen Wechsel verschiedener Stämme schließen Historiker, dass diese Zeit von heftigen Scharmützeln geprägt war.
Im Jahr 1642 ankerte der Niederländer Abel Tasman in der heute als Golden Bay bekannten Bucht. Beim Versuch, an Land zu gehen, waren ihm die Māori feindlich gesinnt. Mehrere niederländische Seeleute wurden getötet und Tasman, nach dem die Region schließlich benannt wurde, nannte die Bucht „Murderer's Bay“ und setzte nie einen Fuß auf neuseeländischen Boden. Erst mehr als hundert Jahre später, genauer gesagt im Jahr 1769, bekam die Bucht durch den Briten James Cook ihren heutigen Namen.
Ab 1828 drang ein Verband aus zahlreichen Māori-Stämmen der Nordinsel (unter ihnen Ngāti Toa) auf die Südinsel und besiedelte das Gebiet von Farewell Spit bis zum Wairau River. Unter Arthur Wakefield, Gründer der New Zealand Company, erreichten die ersten Siedler im Jahr 1842 die heutige Region. Während der 1850er-Jahre wurden neue Siedlungen gegründet und vor allem in den Waimea Plains mit der landwirtschaftlichen Nutzung des Gebietes begonnen. Als man 1856 nahe Collingwood Gold entdeckte, begann der erste wahre Goldrausch in der Geschichte des Pazifikstaates. Nahe Onekaka an der Golden Bay wurden große Eisenvorkommen entdeckt, die bis in die 1930er-Jahre abgebaut wurden. Ende des 19. Jahrhunderts begann man mit dem Obstanbau in der sonnenverwöhnten Region, der neben dem Tourismus seit Mitte des 20. Jahrhunderts einer der wichtigsten Wirtschaftszweige der Region Tasman ist.
Insgesamt stellt die Bevölkerungszahl von Tasman etwa 1,1 % der neuseeländischen Gesamtbevölkerung dar. Richmond, Brightwater, Collingwood, Motueka, Murchinson, Riwaka, Saint Arnaud, Takaka, Tapawera, Wakefield, Mapua und Kaiteriteri sind die grösseren Ortschaften der Region.
Trotz diesem starken Zuwachs gehört die Region zu den dünner besiedelten Gegenden Neuseelands, was vor allem daran liegt, dass es keine großen Ballungsräume gibt und dass 58 % der Gesamtfläche von Nationalparks eingenommen wird.
In keiner anderen Region des Landes ist der europäische Bevölkerungsanteil so groß − er liegt bei 96,8 %. Die größten Zuwächse verzeichnete die ethnische Gruppe der Māori, mit einer Erhöhung um 60,5 % seit 1991. |